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Geschichte

40er Jahre

Gründung

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde 1945 bereits im Herbst wieder Theater in Dresden angeboten.Von der Besatzungsregierung gewünscht, sollte ein Kindertheater nach sowjetischem Vorbild gegründet werden. Das "Theater für Kinder" fand zunächst Unterkunft auf der Königsbrücker Straße, am 15. Oktober 1949 begannen die Proben für "Tobias Ahoi" von Marie-Luise Kendzia (Regie: Rudolf Schröder), am 11. November 1949 fand die Premiere statt. Dresdner Kinder waren zur Eröffnung aufgefordert einen Namen für "ihr" Theater zu finden, der Vorschlag "Theater der Jungen Generation" wurde angenommen.

50er Jahre

Anfänge

Bereits 1950 zog das Ensemble nach Cotta in den ehemaligen Ballsaal Constantia, der schnell zu einem Theater umfunktioniert wurde. Erste Leiterin des Theaters war Jutta Klingberg. Von dem 20-köpfigen Ensemble wurden hauptsächlich Märchenbearbeitungen und zeitgenössische Stücke gespielt. Im März 1955 übernahm Rolf Büttner die Intendanz. Unter seiner Leitung wurde das Repertoire differenzierter für unterschiedliche Altersstufen ausgebaut. Im Oktober 1956 war das tjg. eines der Theater der deutschsprachigen Ring-Uraufführung von "Das Tagebuch der Anne Frank" (Regie: Helfried Schöbel). 1957 gab es das erste Gastspiel mit Kästners "Emil und die Detektive" (Regie: Gerd Staiger) in Prag, zahlreiche weitere nationale und internationale Gastspiele des tjg. in alle Welt folgten.

60er Jahre

Neue Formen

Nach dem Mauerbau 1961 erfolgte eine Konzentration auf Stoffe aus den Ländern der Sowjetunion. Gastregisseure aus Rumänien, Kuba und der Tschechoslowakei arbeiteten regelmäßig am tjg.. Im Mai 1967 wurde das Theater auf der Treppe mit der Premiere "Zwischen Nacht und Morgen" von Renato Lelli (Regie: Constantin Sinca) eröffnet. Ziel war es, neben dem Großen Saal eine kleine und direktere Form von Theater anzubieten.

70er Jahre

Umbrüche

Eine der prägendsten Inszenierungen des tjg. hatte 1971 Premiere: Regisseur Horst Hawemann und Dramaturg Peter Ensikat übersetzen "Das Rübchen" von Pawel Majarewski neu, Regie führte Ursula Geyer-Hopfe. Im April 1976 kam es zu einem Brand in der Unterbühne, bei dem die Bühne und technische Anlagen zerstört wurden. Die schlechte finanzielle Lage der DDR machte einen Wiederaufbau fast unmöglich, das Theater spielte unterdessen in Ausweichquartieren. Intendantin Gunhild Lattmann (seit 1976) kämpfte um den Erhalt des Theaters, erst im Dezember 1979 konnte es mit "Armer Ritter" von Peter Hacks (Regie: Axel Richter) wiedereröffnet werden. Nur der erste Abschnitt des Bauvorhabens wurde realisiert, so blieb das Haus weiterhin Provisorium.

80er Jahre

Verstetigung

 

Unter der Intendanz Lattmann kam es zu wichtigen Uraufführungen, wie z. B. "Maria die Siebenschläferin" von Manuel Schöbel (1982, Regie: Helfried Schöbel) und "Argonauten vor Iolkos" von Heinz Drewniok (1988, Regie: Michael Funke), aber auch die DDR-Erstaufführung des GRIPS-Klassikers "Max und Milli" von Volker Ludwig (1987, Regie: Klaus-Peter Fischer / Manuel Schöbel) wurde gezeigt. Erstmals gab es eine feste Theaterpädagogin am Haus.

90er Jahre

Vereinigungen

 

Anfang der 90er Jahre sorgte Oberspielleiter Arne Retzlaff mit "Der Drache" von Jewgenij Schwarz für einen großen Erfolg, aber auch Bernsteins "West Side Story" (1993, Regie:  János Mrsán) und Lindgrens "Ronja Räubertochter" (1994, Regie: Arne Retzlaff) wurden zu Kultinszenierungen. Nach ihrer 20jährigen Intendanz legte Gunhild Lattmann ihr Amt 1995 nieder, Nachfolger wurde Dietrich Kunze. Im Jahr 1997 fusionierten das Staatliche Puppentheater und das tjg.. Die neue Sparte erhielt im Rundkino an der Prager Straße eine eigene Spielstätte.

 

2000er

Erweiterung

 

Unter Dietrich Kunze, seinem Oberspielleiter Volker Metzler und Chefdramaturgin Felicitas Loewe wurde das Angebot auf Altersgruppen ab vier Jahren ausgedehnt. Ebenso wurden im Puppentheater unter den Künstlerischen Direktionen von Heiki Ikkola und Markus Joss mit "Die Zauberflöte" (2005) und "Meister Pedros Puppenspiel" (2007) als Koproduktion mit der Dresdner Philharmonie wichtige Impulse gesetzt. Mit der Inszenierung von "Funkeldunkel Lichtgedicht" (2008, Regie: Ania Michaelis) gab es erstmals eine Arbeit für Kinder ab zwei Jahren. Seit 2008 steht Felicitas Loewe dem Haus als Intendantin vor. Die theaterpädagogische Abteilung wurde als eigenständige Sparte etabliert, in der Theaterakademie entstehen unter professionellen Bedingungen Theaterprojekte mit Kindern und Jugendlichen.

 

2010er

Internationalität

Mit den Oberspielleitern Philippe Besson (2008-2011, wichtige Arbeit: "Rico, Oskar und die Tieferschatten", UA, 2009) und Ania Michaelis (2011-2015, wichtige Arbeit: "Cherryman jagt Mr. White", UA, 2013) und Hausregisseur Nils Zapfe (seit 2016) hat Felicitas Loewe den Spielplan ästhetisch, aber auch in den Produktionsweisen international geöffnet. So gab es seit ihrem Amtsantritt Koproduktionen mit norwegischen, russischen und vietnamesischen Theatern. Nach 66 Jahren im provisorischen Theaterbau an der städtischen Peripherie in Dresden Cotta schloss das Theater am 30. April 2016 seine dortigen Spielstätten, um in einen neuen Theaterbau auf dem Geländes des Kraftwerk Mitte zu ziehen. Das neue tjg. wird im Dezember 2016 eröffnet.