Schauspiel

Mutter ist gestorben, seinen Vater hat er schon lange nicht mehr gesehen. Niemand kümmert sich um ihn, niemand fühlt sich zuständig, mittellos streunt er durch das kleine kroatische Küstenstädtchen Senj. Als er auf dem Markt einen heruntergefallen Fisch aufheben will, wird er sofort des Diebstahls verdächtigt und eingesperrt. Zora hat ihn beobachtet, gemeinsam mit ihrer Bande befreit sie ihn aus dem Gefängnis und nimmt ihn auf. Vergessen und verlassen von ihren Eltern haben die Kinder um Zora – das Mädchen mit dem feuerroten Haar – ihr Schicksal selbst in die Hand genommen.  In einer alten Burg oberhalb der Stadt leben sie, gemeinsam kümmern sie sich um Hab und Gut und Nahrungsbeschaffung. Ihr oberstes Gebot lautet: Solidarität, denn nur gemeinsam sind sie stark. So manchen Streich spielen sie den »anständigen« BewohnerInnen der Stadt – immer stärker wird der Widerstand der aufgeregten Bürgerschaft gegenüber der Bande.
Kurt Helds Buch erzählt von einer starken Gemeinschaft, die sich eigene Regeln des Zusammenlebens gegeben hat. Die sogenannten Außenseiter sind die, die es schaffen »menschlich« zu handeln. Seit seinem Erscheinen 1941 sorgt das Buch für Furore, zahlreiche Filme und eine Fernsehserie haben die utopistischen Gedanken des Romans bis ins Heute geführt. Regisseur Axel Richter kehrt mit dieser Arbeit ans tjg. , den Ort seiner ersten Inszenierung 1979, zurück. »Die rote Zora« ist für ihn nicht nur eine Abenteuergeschichte, sondern auch Aufforderung, über ein gesellschaftliches Miteinander nachzudenken.



Kontakt für theaterpädagogische Angebote: karen.becker@tjg-dresden.de

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