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Am Fluss der Zeit ~ Blog

Spieler*innen #9

9. Feb 2020

In der Arbeit an "Am Fluss der Zeit - Au fleuve du temps" (UA) begegnen sich Menschen aus unterschiedlichen Kulturen auf unserer Probebühne. Was die Spieler*innen dabei und in diesem Projekt bewegt, notieren wir in Ausschnitten für diesen Blog.

 

"Dass wir uns auf ein Projekt in und mit Theatermachern aus Brazzaville eingelassen haben, hat sich durch verschiedene Kontakte schon länger angebahnt und es passt insofern auch in die Linie unserer Arbeit als Cie. Freaks und Fremde, weil wir uns immer wieder in der Welt versichern, wie wir dort vorkommen, was wir mit Theatermachern aus der ganzen Welt gemeinsam haben, dass wir Leute und Kulturen auf die Bühne bringen wollen, die in Dresden weniger präsent sind und Probleme, die hier weniger besprochen werden." Heiki Ikkola, Regisseur und Spieler

 

Spieler*innen #8

8. Feb 2020

In der Arbeit an "Am Fluss der Zeit - Au fleuve du temps" (UA) begegnen sich Menschen aus unterschiedlichen Kulturen auf unserer Probebühne. Was die Spieler*innen dabei und in diesem Projekt bewegt, notieren wir in Ausschnitten für diesen Blog.

"Wenn ich an die Elbe denke, denke ich zuerst an Hamburg, weil ich da aufgewachsen bin. Eine sehr schöne Erinnerung ist zum Beispiel eine durchtanzte Nacht im Golden Pudel Club, der direkt am Hafen liegt. Wenn man da Sonntagfrüh so rausstolpert, kann man - das erzähle ich auch in der Inszenierung - auf dem Fischmarkt nebenan ein Fischbrötchen essen, mit einem Fisch darin, der wahrscheinlich nicht aus der Elbe kommt." Alina Weber

 

Spieler*innen #7

7. Feb 2020

In der Arbeit an "Am Fluss der Zeit - Au fleuve du temps" (UA) begegnen sich Menschen aus unterschiedlichen Kulturen auf unserer Probebühne. Was die Spieler*innen dabei und in diesem Projekt bewegt, notieren wir in Ausschnitten für diesen Blog.

"Wenn ich in ein fremdes Land reise, bin ich gar nicht so sehr an den Sehenswürdigkeiten interessiert, sondern vor allem an den Menschen, die da leben und das Land zum Land machen, das es ist. Und so möchte ich, dass die kongolesischen Kolleg*innen möglichst positive und schöne Erinnerungen an das Projekt und die Begegnung mit in den Kongo nehmen und ich vielleicht auch Teil dieser Erinnerung bin." Daniil Shchapov

 

Endlich Premiere!

6. Feb 2020

Nach langer Vorarbeit, auch über die Distanz von rund 9000 km hinweg, und knapp drei Wochen intensiver Begegnung und Probenzeit in Dresden konnte "Am Fluss der Zeit - Au fleuve du temps" (UA) gestern Abend auf unserer Studiobühne im Kraftwerk Mitte erfolgreich Premiere feiern. Als Gäste konnten wir unter anderem Oberbürgermeister Dirk Hilbert, Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch, verschiedene Stadträt*innen und Johannes Schiel von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen begrüßen. Der anschließende OB-Empfang und die Premierenfeier gaben Anlass zu weiterem lebhaften Austausch, changierend zwischen ganz persönlich und offiziell, nicht zuletzt auch mit Blick auf den Fortgang der Städtepartnerschaft - und weitere spannende Begegnungen.

 

Spieler*innen #6

5. Feb 2020

In der Arbeit an "Am Fluss der Zeit - Au fleuve du temps" (UA) begegnen sich Menschen aus unterschiedlichen Kulturen auf unserer Probebühne. Was die Spieler*innen dabei und in diesem Projekt bewegt, notieren wir in Ausschnitten für diesen Blog.

"Was ich mir aus dem Projekt mitnehmen werde, sind vor allem die Begegnungen. In gewisser Weise ist es ziemlich leicht, Leuten auf der Bühne zu begegnen, da die Verständigung in unserer Arbeit auch nonverbal läuft. Darin, dass in diesen Kooperationen auf allen Ebenen immer auch ganze unterschiedliche Arbeitsweisen und Strukturen aufeinandertreffen, steckt meiner Meinung nach auch ein Potenzial für die Weiterentwicklung von Theater, das interessiert mich." Sabine Köhler

 

4. Jan 2020

Auch die Elbe friert im Winter gefühlt nur alle hundert Jahre mal zu, der Kongo ganz gewiss nie. Umso unterhaltsamer war für das Fluss-Team ein gemeinsamer Besuch am Wochenende in der Eissporthalle. Wir schlittern sozusagen auf die Premiere zu. Neben der physischen Ertüchtigung kam allerdings auch der kulturelle Genuss, in diesem Fall natürlich vor allem das Theater erleben, nicht zu kurz: Nach "Krabat" und "Eine Spinne wird nicht wütend" (UA) im tjg. fand auch zeitgenössisches Tanztheater ("Lapdance" im Festspielhaus Hellerau) noch Platz im gemeinsamen Programm. 

 

Spieler*innen #5

2. Feb 2020

In der Arbeit an "Am Fluss der Zeit - Au fleuve du temps" (UA) begegnen sich Menschen aus unterschiedlichen Kulturen auf unserer Probebühne. Was die Spieler*innen dabei und in diesem Projekt bewegt, notieren wir in Ausschnitten für diesen Blog.

"Meine Mutter hatte einen Garten am Fluss, in dem alles Mögliche angebaut wurde und so habe ich meine gesamte Kindheit quasi am Fluss verbracht - mit meinen Geschwistern. Wir haben ihr bei der Arbeit geholfen oder sind mit zum Markt gegangen, um das Gemüse zu verkaufen. Und so prägt der Fluss mit seinen vielen Geschichten, Mythen, Legenden und Liedern auch das Leben in Brazzaville. Eines der Lieder, das von der Wassernixe Mamiwata, wird auch in der Inszenierung zu hören sein. Diese Bedeutung des Geschichtenerzählens hat zur Folge, dass in den Schulen in Brazzaville auch viel Theater gespielt wird und sich dann viele Schüler und Schülerinnen nach ihrem Schulabschluss zusammentun, um Amateur-Companies zu gründen und eigene Inszenierungen auf die Beine zu stellen." Alphonse Mafoua

 

Spieler*innen #4

01. Feb 2020

In der Arbeit an "Am Fluss der Zeit - Au fleuve du temps" (UA) begegnen sich Menschen aus unterschiedlichen Kulturen auf unserer Probebühne. Was die Spieler*innen dabei und in diesem Projekt bewegt, notieren wir in Ausschnitten für diesen Blog.

"Der Fluss ist ein essentielles Element in meinem Leben. Ich komme aus einer Fischerfamilie, in der der Fluss alle von klein auf begleitet und immer präsent ist - alltäglich und durchaus spirituell. Genau so essentiell ist Theaterspielen für mich geworden - dabei bin ich ein Medium, das Geschichten, Gefühle, Weltanschauungen transportiert. Es überrascht mich, dass dieses Spiel auch hier, so weit weg, auf einem anderen Kontinent, zwischenmenschliche Verständigung möglich macht, fast ganz ohne Sprache." Arthur Batoumeni

 

Spieler*innen #3

29. Jan 2020

In der Arbeit an "Am Fluss der Zeit - Au fleuve du temps" (UA) begegnen sich Menschen aus unterschiedlichen Kulturen auf unserer Probebühne. Was die Spieler*innen dabei und in diesem Projekt bewegt, notieren wir in Ausschnitten für diesen Blog.

"Was mich mit meinem Fluss, dem Kongo, verbindet, ist ganz elementar: Es ist vor allem das Leben, das der Fluss gibt - das Wasser zum Trinken, das Wasser zum Waschen, die Fische, die darin leben. 

Dass mit diesem Thema hier auf der Bühne so ernsthaft umgegangen und gespielt wird, begeistert mich. Auch die Menschen, die ich hier kennenlernen darf und all das Neue, dem ich hier begegne. Ich werde mir das alles mitnehmen und in Erinnerung behalten. Es wird mich und meine Arbeit bereichern und das ist sehr wichtig für mich."   Dalie Dandala Pembe

 

Der OB auf Kurzbesuch

 

27. Jan 2020 

Oberbürgermeister Dirk Hilbert ließ es sich gestern Nachmittag nicht nehmen, im Theater vorbeizuschauen, um, gemeinsam mit der Intendantin, mit den Spieler*innen und dem Inszenierungsteam von "Am Fluss der Zeit - Au fleuve du temps" (UA) ungezwungen ins Gespräch zu kommen. Wie gestaltet sich die Begegnung und Verständigung, wie läuft der Probenprozess? Ein kurzer, aber lebhafter Erlebnisbericht und Erfahrungsaustausch. Bis zur ersten Komplettprobe der gemeinsamen Inszenierung ist es indes nicht mehr weit, angesetzt ist diese für den Donnerstagvormittag und die Premiere ist für Mittwoch, den 5. Feb geplant.

 

Spieler*innen #2

26. Jan 2020

In der Arbeit an "Am Fluss der Zeit - Au fleuve du temps" begegnen sich Menschen aus unterschiedlichen Kulturen auf unserer Probebühne. Was die Spieler*innen dabei und in diesem Projekt bewegt, notieren wir in Ausschnitten für diesen Blog.

 

"Die Arbeit hier bedeutet für mich, zum ersten Mal in Deutschland zu sein, und überhaupt zum ersten Mal als Spieler auf der Bühne zu stehen, im Kongo arbeite ich sonst vor allem als Choreograph. Das bereichert mich sehr und ich habe das Gefühl, dass das und die intensive Begegnung meinem Körper und meinen künstlerischen Ausdrucksweisen sozusagen etwas hinzufügt.  

Was den Fluss Kongo angeht, habe ich eine ganz persönliche Erinnerung, da ich im Fluss einst einen Freund verlor und mich der Fluss immer wieder und wieder daran erinnert - das wird mich immer begleiten, auch in dieser Inszenierung."  Roph Mayindu

 

 

Spieler*innen #1

24. Jan 2020

In der Arbeit an "Am Fluss der Zeit - Au fleuve du temps" (UA) begegnen sich Menschen aus unterschiedlichen Kulturen auf unserer Probebühne. Was die Spieler*innen dabei und in diesem Projekt bewegt, notieren wir in Ausschnitten für diesen Blog.

"Meine Eltern haben mir immer verboten, im Fluss Kongo baden zu gehen. Und ich habe sie immer gefragt: Warum darf ich nicht baden gehen? Alle dürfen! Irgendwann haben sie geantwortet: Weil Du daher kommst. Als ich mich zum ersten Mal über das Verbot hinweggesetzt habe, bin ich fast ertrunken."  Grâce Leko

 

 

Über den Fluss und hoch hinaus

21. Jan 2020

Was läge näher, bei einer Produktion, in der man sich intensiv mit Fluss-Geschichten aus Brazzaville und Dresden beschäftigt, als immer wieder auch das Elbufer aufzusuchen? Mit einer kräftigen Portion frischer Luft samt physischer Ertüchtigung versorgten sich die Spieler*innen und das Inszenierungsteam auf einer gemeinsamen Wanderung am Wochenende in der Sächsischen Schweiz. Jeder, der schon einmal so eine beliebte Familienwanderung auf den Lilienstein unternommen hat, weiß, dass man dafür in Königstein, zumindest vom Bahnhof kommend, den Fluss einmal queren muss und dann nach gut zweistündigem, steilen Aufstieg mit Ausblicken belohnt wird, die einige Windungen des Flusses sichtbar machen. Nicht weniger erfüllend ist freilich die ganze Kraxelei fürs Teambuilding, selbstredend auch die gemeinsame Einkehr auf dem Heimweg.

Kombi-Angebot für Kurzentschlossene: Probe und Vorstellung

20. Jan 2020

Für Kurzentschlossene gibt es diese Woche eine besondere Gelegenheit, bei Am Fluss der Zeit / Au fleuve du temps (UA) selbst einmal hautnah miterzuleben, wie eine Inszenierung erarbeitet wird und sich im Laufe des Probenprozesses entwickelt: Zu einem Ticket für eine der Vorstellungen nach der Premiere kann kostenlos ein Probenbesuch dazugebucht werden, gern auch als Familie. Dieser Probenbesuch findet morgen, am Di 21. Jan um 18:00 Uhr unter professioneller Begleitung einer Theaterpädagogin statt, den Vorstellungstermin im Februar wählt man selbst aus. Wer Interesse an diesem Kombi-Angebot hat, melde sich bitte in der Besucher*innenabteilung unter service@tjg-dresden.de mit der Teilnehmer*innenzahl für die Probe an – die Plätze sind begrenzt – und gebe dabei auch gleich den Wunschtermin für die Vorstellung an, wir reservieren dann die Tickets. Wer möchte, kann auch gern schon 17 Uhr da sein und einer Familienführung (Backstage) teilnehmen.

Sprechen mit vollem Mund

17. Jan 2020

Jenseits von Theaterstrukturen und Hierarchien wird in einer Theaterkantine naturgemäß unkompliziert so ziemlich alles besprochen - Probenpläne und Familienprobleme, Gerüchte und Geheimnisse, Ideen und deren Verwirklichung. Kaum ein anderer Ort also hätte sich gestern Abend wohl besser geeignet, um die von weither angereisten Spieler*innen noch einmal offiziell und gleichzeitig in kleiner, entspannter Runde im Haus zu begrüßen. Herzlich vor staatstragend. Gemeinsames Anstoßen und essen überwindet jede Sprachbarriere.

 

Roph der Kostümtester

17. Jan 2020

Eine klassische Kostümprobe ist das nicht, vielmehr ein Test - inwiefern die schwarzen Folienstreifen elektrostatisch reagieren oder sich schlimmstenfalls einfach verfitzen und das alles in einem Bühnenraum, der auf den Namen GENERATOR hört! Dass Roph Mayindou in dem von Jean-Cédric Sow entworfenen Wassergeist-Kostüm nicht herumsteht, ist auch klar - denn der Geist ist besitzergreifend, in höchster Unruhe. Roph muss über die Bühne wirbeln, tanzt und überschlägt sich wild, rauscht und raschelt und steht wieder still. Dennoch: keine Entladung, kein Fitz. Kostümtest bestanden.

 

Probenbeginn!

Etwas verspätet kann es nun richtig losgehen – endlich konnten wir die fünf kongolesischen Spieler*innen aus Brazzaville am Dresdner Flughafen abholen und beinahe sofort in die gemeinsame Probenarbeit starten. Wofür? Am Fluss der Zeit – Au fleuve du temps (UA) ist als Kooperation der Partnerstädte Brazzaville (Republik Kongo) und Dresden eine Inszenierung des tjg. und Cie. Freaks und Fremde mit Schauspieler*innen und Puppenspieler*innen aus beiden Städten in französischer, deutscher und lingálischer Sprache. Künstler*innen beider Orte sind schon im Vorfeld einander an den Flüssen ihres jeweiligen Lebensortes begegnet und beschäftigen sich nun auf der Bühne mit den damit verbundenen biografischen Erlebnissen und Zuschreibungen. Viel unterscheidet den Fluss Kongo von der Elbe, doch sind auch die Gemeinsamkeiten ganz erstaunliche – eine interkulturelle Begegnung am Fluss, bei der Regisseur Heiki Ikkola nun in drei zweifelsohne spannenden Probenwochen mit den Spieler*innen, mit Masken und Puppen- und Objekttheater arbeiten wird. Wir freuen uns, die besondere Begegnung und Arbeit auch mit diesem Blog begleiten zu können.