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Materialien

35 Kilo Hoffnung

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Repertoireflyer 2017
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Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt

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Repertoireflyer 2018 ~ 2019
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Besuchszeit vorbei

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Programmheft
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Repertoireflyer 2018
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BOING!

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Repertoireflyer 2017
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Deportation Cast

Vorwort

Zur Inszenierung

„Wir sind feige. Genauso feige wie alle. Natürlich hat mein Sohn Recht. Das ist ja das Schlimme. Wenn wir uns das wirklich eingestehen, dann können wir einpacken. Dann müssen wir sofort aufhören mit unseren blöden Jobs und unseren öligen Ausreden. Dann müssen wir auf die Straße gehen. Dann müssen wir etwas ändern in diesem Land.“

Im Jahr 2016 wurde 25375 Menschen aus der Bundesrepublik abgeschoben. Fast dreiviertel von ihnen wurden in die Länder des Westbalkan überführt: nach Albanien, Kosovo, Mazedonien, Serbien und Bosnien-Herzegowina. Die meisten hatten zuvor schon einige Zeit – manche bis zu 20 Jahre –  in Deutschland gelebt. Das 2012 mit dem Deutschen Jugendtheaterpreis ausgezeichneten Stück „Deportation Cast“ greift ein Thema auf, das  fünf Jahre nach dem  Entstehen des Textes ins Zentrum des gesellschaftlichen Diskurses gerückt ist. Björn Bicker beschreibt die Abschiebepraxis aus ganz unterschiedlichen Perspektiven und macht in diesem vielschichtigen Gesellschaftspanorama die Einzelschicksale hinter der bürokratischen Routine sichtbar. Die Abschiebung einer Roma-Familien wirkt hier über die persönliche Tragödie hinaus tief in die Gesellschaft – eine Gesellschaft, die in grundsätzlichen Fragen wortwörtlich an ihre Grenzen stößt. Und sie legt ein System offen, in dem jeder seine Rolle spielt, sein Bestes tut, aber keiner persönlich Verantwortung übernimmt.

 

Beobachtungsfragen

Repertoireflyer 2018
eflyer DEPORTATION CAST.pdf
Nutzen Sie folgende Fragen als Anregung
  • Welche Dinge sind auf der Bühne? Woran erinnern Euch diese Dinge?
  • Wofür stehen die Metallkästen?
  • Welche Figuren werden durch Objekte dargestellt? Warum wurden gerade diese Objekte für die jeweilige Figur ausgewählt?
  • Welche der folgenden Figuren war Euch am sympathischsten: Arzt, Anwalt, Sachbearbeiterin, Beobachterin? Warum?

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Repertoireflyer 2018
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theaterpädagogisches Material - Druckversion
Deportation cast.pdf

Video

Interview mit Kalma Streun
Deportation Cast theaterpädagogisches Material

Übung für Kleingruppen / Familien

Drei Minuten Fragment

Schreibt 3 Minuten lang über Eure Eindrücke auf zu „Deportation Cast“ ohne den Stift abzusetzen. Dabei muss kein zusammenhängender Text entstehen, Ihr könnt Assoziationen oder Erinnerungsbruchteile aneinanderreihen. Sucht aus Eurem Fragment Euren liebsten Satz aus und stellt ihn den anderen vor.

Welche Eindrücke waren am stärksten?

Pro-/Contra-Linie

Welcher der folgenden Positionen könnt Ihr am ehesten nachvollziehen? Welche könnt Ihr gar nicht nachvollziehen?

  • Ich habe die Gesetze nicht erfunden, ich wende sie nur an. (Sachbearbeiterin)
  • Das ist mein Job, wir leben doch nicht in einer Diktatur, das ist doch alles rechtens. (Pilot)
  • Irgendwelche Träume von der Veränderung habe ich mir abgeschminkt. (Beobachterin)
  • An den Gesetzen ändern wir nichts. Aber wir können darauf achten, dass die Leute gut behandelt werden. (Beobachterin)
  • Das ändert schon was, wenn die Leute wissen, dass da jemand zuschaut. (Beobachterin)

 

Übung für Großgruppen / Klassen

Einen Schritt nach vorn

Art

Nachbereitung des Theaterbesuchs

Dauer

45 Minuten

Anforderungen

leerer Raum, Figurenkärtchen, Vorkenntnisse über Inhalt und Figuren

Ziel

eigene Position/Privilegien reflektieren & räumlich veranschaulichen

 

Die Übung „Einen Schritt nach vorn“ wird häufig im Kontext von Antidiskriminierungsworkshops angewendet und wurde für die Inszenierung adaptiert. Sie dient dazu, Privilegien und Machtverhältnisse sichtbar zu machen, um sie reflektieren und wahrnehmen zu können.

Die SchülerInnen erstellen mit Hilfe der Vorlage zunächst Figurenkarten, auf denen sie die Beschreibungen eintragen. Dazu finden sich die SchülerInnen in Paaren zusammen, tragen ihre Erinnerungen aus der Inszenierung und ihr Wissen über die Figur zusammen. Im Klassenverband füllen sie die Figurenkärtchen aus und ergänzen die gefundenen Informationen und Mutmaßungen.

Die Karten werden durchmischt, neu verteilt und von den SchülerInnen geheim gehalten. Im Anschluss stellen sich alle in einer Linie auf. Die Lehrenden formulieren nun die Fragen an die Figuren (siehe Fragensatz). Können die SchülerInnen eine Frage für ihre Figur mit Ja beantworten, gehen sie einen Schritt nach vorn, können sie das nicht, bleiben sie an Ort und Stelle. Nach dieser Phase ist es möglich, Vermutungen darüber anzustellen, wer welche Figur hat und warum.

Abschließend diskutieren Sie im Klassenverband das entstandene Schaubild. Welche Figuren sind warum weit vorn gelandet, welche weiter hinten? Wie fühlt es sich an, vorn zu sein, wie, nicht voranzukommen? Wiederholen Sie die Übung, indem die SchülerInnen die Fragen für sich selbst beantworten. Inwiefern unterscheiden sich die beiden Runden voneinander?

 

Figuren:

Der Pilot, Vater von Bruno

Bruno, Sohn des Piloten

Verena, die Freundin des Piloten

Die Sachbearbeiterin

Die Beobachterin

Der Anwalt

Der Arzt

Lehrerin von Bruno

Egzon

Elvira

Elviras Mutter

Elviras Vater

 


Fragensatz:

Quelle: http://kompass.humanrights.ch/cms/upload/pdf/ch/ue_15_schrittnachvorn.pdf

 

Sie haben nie in ernsthaften finanziellen Schwierigkeiten gesteckt.

Sie leben in einem Haus mit Telefon und Fernsehen.

Sie haben das Gefühl, dass Ihre Sprache, Religion und Kultur in der Gesellschaft, in der Sie leben, respektiert werden.

Sie haben das Gefühl, dass Ihre Meinung über soziale und politische Fragen eine Rolle spielt und dass man Ihnen zuhört.

Andere Menschen holen zu verschiedenen Problemen Ihren Rat ein.

Sie haben keine Angst, in eine Polizeikontrolle zu geraten.

Sie wissen, wohin Sie sich wenden können, wenn Sie Rat und Hilfe brauchen.

Sie hatten nie das Gefühl, dass Sie aufgrund Ihrer Herkunft diskriminiert werden.

Ihre sozialen und medizinischen Bedürfnisse werden ausreichend abgedeckt.

Sie können ein Mal im Jahr verreisen und Urlaub machen.

Sie können Freunde und Freundinnen nach Hause zum Essen einladen.

Sie haben ein interessantes Leben und sind zuversichtlich, was Ihre Zukunft betrifft.

Sie haben das Gefühl, Sie können studieren und Ihren Wunschberuf ergreifen.

Sie haben keine Angst, auf der Straße oder in den Medien belästigt oder angegriffen zu werden.

Sie können bei nationalen und kommunalen Wahlen Ihre Stimme abgeben.

Sie können die wichtigsten religiösen Feste mit Ihren Verwandten, Freunden und Freundinnen feiern.

Sie können an einem internationalen Seminar im Ausland teilnehmen.

Sie können mindestens ein Mal pro Woche ins Kino oder ins Theater gehen.

Sie haben keine Angst um die Zukunft Ihrer Kinder.

Sie können mindestens alle drei Monate einmal neue Sachen zum Anziehen kaufen.

Sie können sich verlieben, in wen Sie wollen.

Sie haben das Gefühl, dass Ihr Wissen und Ihre Fähigkeiten in der Gesellschaft, in der Sie leben, Anerkennung finden.

Sie können ein Bankdarlehen bekommen, um sich einen Lebenstraum zu verwirklichen.

Sie können Ihr Leben 5 Jahre im Voraus planen.

Sie können spontan verreisen.

Sie können an einer Hochschule studieren.

Sie können den Wohnort frei wählen.

Grundlagentext

Roma im Kosovo

Abgeschobene Roma sind im Kosovo mit vielfältigen Problemen konfrontiert. Aufgrund oftmals fehlender Dokumente können sie nur sehr kompliziert Sozialleistungen beantragen, die Kinder werden unzureichend schulisch ausgebildet und die Krankenversorgung ist mangelhaft und sehr kostenintensiv. Viele Romafamilien leben in Hausruinen, weil ihre ursprünglichen Häuser zerstört oder enteignet wurden. Im Kosovo mit einer hohen Arbeitslosenquote haben Minderheiten wie Roma nahezu keinen Zugang zum Arbeitsmarkt. Man geht von einer Arbeitslosenquote von 95% aus. Auch darüber hinaus sind Roma vielfältigen Diskriminierungen und Rassismus ausgesetzt.

Einen Einblick in den Alltag von abgeschobenen Roma imWestbalkan vermittelt der Auszug aus einem Interview mit Stip, einem Mann, der nach Mazedonien abgeschoben wurde, während seine Frau und drei Töchter in Hamburg geblieben sind.

 

ŠTIP. Wir trafen Ihre Frau und Ihre Töchter in Hamburg und Sie jetzt hier. Wie geht es Ihnen nach Ihrer Abschiebung?

Ich kann nicht ausreisen und soll mich bei der Polizei melden. Das ist eine Katastrophe, das macht mir Angst: Warum soll ich mich melden? Weil ich ausgereist bin? Weil ich irgendwo im Urlaub war? Ich sag es offen: Ich habe Asyl beantragt in Deutschland. Aber wie  auch nicht? Wenn ich hier was hätte, warum sollte ich dann in ein fremdes Land gehen? Warum sollte ich mit meinen Kindern auf der Flucht sein? Wenn dein Leben gut ist, wirst du niemals dein Zuhause, deine Heimat verlassen. Das ist das Eine. Und das Andere: Ich kann mit euch rausgehen, in ein Restaurant zum Beispiel. Wir setzen uns hin und dann schaut euch diese Blicke von den Leuten an: Es ist offen, es ist öffentlich. Euch werden sie sagen: ›Hier, bitte schön‹. Uns bestimmt nicht. Wenn wir hier herum laufen, unten in der Stadt, dann werden wir innerhalb einer Stunde kontrolliert. 100 Prozent.

 

Warum?

Nur wegen unserer Haut, also weil wir Roma sind. Was soll ich denn machen, ich bin in diese Familie geboren, ich kann nichts dafür. Ich bin ehrlich gesagt stolz, dass ich Roma bin. Wir haben nur nicht genug zum Leben.

 

Können Sie Ihre Familie in Deutschland besuchen?

Das klappt nicht. Wenn ich es an der Grenze probiere, schickt mich der Beamte zurück. Nach der Abschiebung wird uns der Pass für ein Jahr abgenommen. Sie sagen, sie haben ein Abkommen gemacht, mit deutschen Behörden, mit den Politikern, wegen Europa, und dass sie uns nicht nach Deutschland lassen. 

 

 

Haben Sie Arbeit?

Nein. Ich bin vor Armut weggelaufen und vor Blutrache – wir haben Blutrache hier. Mein Bruder hat die Sache gemacht, er ist vor zwei Tagen aus dem Gefängnis entlassen worden.  Ich bin abgehauen mit meinen Kindern, seine Frau ist weg gewesen. Es ist passiert, das kann man nicht rückgängig machen. Er wollte bestimmt auch nicht acht Jahre hinter Gittern bleiben. Aber es ist passiert.

 

Wenn Ihre Töchter hierher abgeschoben würden, was würde sie erwarten?

Ich zeige euch gleich, was ich denke, wo wir leben würden. Ich bin ja zurzeit nicht mit meiner Frau zusammen. Hierher zum Vater meiner Frau komme ich normalerweise nicht. Aber für meine Kinder tue ich das – wir haben die zusammen gezeugt, wir werden die auch zusammen aufziehen. Egal wie. Wenn die essen wollen, muss ich denen was geben. Ich frag mich jede Nacht: Was sollte ich denen geben?

 

Könnten Ihre Kinder hier zur Schule gehen?

Ja, aber wie, wenn ich ihnen keine Schuhe kaufen kann? Dann sagen sie: ›Iih, die Zigeunerkinder haben nichts zum Anziehen. Kommen dreckig.‹ Wie soll ich Waschpulver kaufen, wenn ich nichts zu essen habe? Wie soll ich Klamotten kaufen, wenn ich ihnen noch nicht mal zehn Dinar für das Essen in der Schule geben kann? Mittags gibt es eine kleine Mahlzeit in der Schule, die muss man bezahlen, 10 Euro im Monat. Die Kinder kriegen kein Kindergeld, hier ist alles in der Sozialhilfe eingeschlossen.

 

Sie haben kein Haus?

Nein. Ich habe mein Zimmer verkauft für die Reise. Meine Frau ist damals mit zwei Töchtern gefahren, jetzt haben wir vier. Man hat sie für 1.100 Euro von hier bis nach Hamburg gebracht. Obwohl es mit dem Bus 120 Euro kostet.

 

Wie viele Roma leben hier?

Es sind 850 Familien.

 

Und wie viele Roma arbeiten hier?

Zwei bis drei Prozent. Für behinderte Kinder und so, für die gibt es Hilfe von Europa. Die haben ein Budget vom SOS-Kinderdorf gekriegt, damit die Kinder sich weiterentwickeln, dass sie mit Arbeit lernen, mit ihren Händen umzugehen – für die gibt es Arbeit.

Ich bin ein sechs Sprachen mächtiger Mann, warum darf ich nicht arbeiten? Sechs Sprachen spreche ich, alle so wie deutsch. Ich hab die Schule nicht gemacht, aber daran bin ich doch nicht schuld. Meine Eltern hatten nichts. Ich kann ihnen nicht die Schuld geben, das sehe ich jetzt auch an mir. Meine Tochter will in die Schule gehen, die Lehrerin will sie auch haben, sie sagt, meine Tochter ist gut in der Schule. Sie will lernen. Aber sie soll hierher kommen. Aber wie soll sie hier lernen? Wir sammeln Flaschen. Zehn Dinar, das sind sechs Cent pro Kilo.


Das komplette Interview findet sich in der Broschüre „Abgeschobene Roma in Mazedonien- Journalistische, juristische und medizinische Recherche“ unter: www.alle-bleiben.info/wp-content/uploads/2015/10/ Mazedonien_Bericht_20 15_web.pdf

 

 

 

Der Gewitterbahnhofsstrand

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Theaterpädagogisches Material
Der Gewitterbahnhofsstrand.pdf

Der Junge mit dem Koffer

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Repertoireflyer 2017
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Theaterpädagogisches Material (A4 PDF)
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Vorwort

Liebe PädagogInnen, liebe Eltern,

zu den Begriffen, die wir in den letzten Jahren neu in unseren Sprachschatz aufgenommen haben, gehört eventuell auch die Abkürzung „UMF“, die für „unbegleiteter minderjähriger Flüchtling“ steht. Einen solchen machte der britische Kindertheater-Dramatiker schon 2004 zum Protagonisten seines Stücks „Der Junge mit dem Koffer“, das nun aus gegebenem Anlass wieder häufig auf den Spielplänen deutscher Kinder- und Jugendtheater zu finden ist.

Die Geschichte des Jungen Naz, der allein seine Heimat verlassen und sich zu seinem Bruder im fernen London durchschlagen muss, könnte sich vor vielen Jahren abgespielt haben – oder gerade gestern. Regisseur Nis Søgaard trägt dieser Überzeitlichkeit Rechnung, indem er in seiner Inszenierung am tjg. Naz nicht durch einen einzigen Darsteller oder eine Puppe verkörpern lässt, sondern drei Erzähler einsetzt, die die Geschichte des Jungen in sich tragen. Durch chorisches Sprechen, Puppen- und Objekttheater beschwören sie die Erinnerung an eine abenteuerliche Reise hervor, auf der Naz Gefahren, Ausbeutung und Phasen der Stagnation erlebt. Aber ihm widerfahren auch Hilfsbereitschaft, Freundschaft und glückliche Wendungen, die ihn in der Hoffnung bestärken, seinen Eltern eines Tages eine Postkarte aus London schreiben zu können: „Hier bin ich. Ich habe es auf die andere Seite dieser Erde geschafft.“

Die musikalische Begleitung der Inszenierung übernimmt Ezekiel Nikiema, der zum Studium aus Burkina Faso nach Deutschland kam und nun als vielseitiger Instrumentalist unter anderem in der Dresdner Formation „Banda Internationale“ aktiv ist.

Einen anregenden Theaterbesuch wünschen

Kathi Loch (Dramaturgin) & Theresa Heinze (Theaterpädagogin)

 

Video

Regisseur Nis Søgaard im Gespräch
Der Junge mit dem Koffer theaterpädagogisches Begleitmaterial

Beobachtungsfragen

Nutzen Sie folgende Fragen als Anregung für die Nachbereitung de
  • Naz erzählt von seinen sieben „Reisen“. Was ist mit „Reise“ gemeint und wem begegnet er?
  • Von wie vielen Personen wird die Figur Naz gespielt? Woran erkennst Du, wer gerade Naz ist? Was erzählt Dir der Rollenwechsel? 
  • Worin verwandeln sich der Kleiderhaufen und die einzelnen Kleidungsstücke während der Inszenierung? Wofür stehen die Kleider? Wofür werden sie verwendet? An welche aktuellen Bilder hat Dich der Kleiderhaufen erinnert?
  • Welche Geschichten erzählt Naz während seiner Reise? Warum sind ihm die Geschichten so wichtig?
    Hast Du einen Koffer auf der Bühne gesehen?

Übung für Kleingruppen / Familien

Heimat-Rundgang

Nehmt Euch Zeit und geht in Ruhe durch Eure Wohnung. Sucht Euch jeweils fünf Gegenstände aus, die Ihr mit „Heimat“ verbindet und stellt sie Euch in einer gemeinsamen Runde am Tisch vor. 

Beschreibt, warum Ihr sie gewählt habt, in welchem Raum sich die Gegenstände befunden haben und warum sie euch mit eurer Heimat verbinden.

Weitere Fragen, die genutzt werden können:

  • Was ist für Dich Heimat?
  • Woraus besteht (Deine) Heimat?
  • Welchen Geruch verbindest Du mit (Deiner) Heimat? Warum?
  • Welche Farbe verbindest Du mit (Deiner) Heimat? Warum?
  • Was ist für Dich nicht Heimat?
  • Welchen Ort/Gegenstand/Menschen würdest Du mitnehmen, wenn Du Deine Heimat verlassen würdest?
  • Was würdest Du am meisten vermissen?

Übung für Großgruppen / Klassen

Heimat-Ausstellung

Art Nachbereitung des Theaterbesuchs
Dauer 45 Minuten
Anforderungen keine
Ziel Abstraktionen 

 

„Wie riecht Heimat?“
„Wie fühlt sich Heimat an?“
„Wie schmeckt Heimat?“
„Wie sieht Heimat aus?“

Alle SchülerInnen bringen unterschiedliche Objekte und Dinge mit, ausgewählt anhand der obengenannten Fragen. Der Begriff Heimat soll assoziativ und lustvoll mit allen Sinnen wahrgenommen werden.
Nachdem alle Objekte vorgestellt wurden, konzipieren die SchülerInnen gemeinsam eine Heimat-Ausstellung, beispielsweise im Klassenzimmer oder im Flur der Schule.

Laden Sie Parallelklassen dazu ein, die Heimatausstellung zu erkunden und mit den „Heimat-ExpertInnen“ ins Gespräch zu kommen. 
Nach welchen Kriterien wurde die Ausstellung konzipiert? Gibt es Gemeinsamkeiten und wie wurde mit Gegensätzen umgegangen? 

 

Geschichten erfinden

Art Nachbereitung
Dauer 30 Minuten
Anforderungen keine
Ziel gemeinsam Erzählen, Geschichten erfinden, Kreativität entwickeln 

 
Bilden Sie im Klassenverband Kleingruppen aus fünf bis sieben SchülerInnen. Lassen Sie jede Gruppe einen Satz aus der Stückvorlage „Der Junge mit dem Koffer“ nach Belieben auswählen. Die Aufgabe der Gruppe ist es, nun ausgehend von diesem Satz gemeinsam eine Geschichte zu erfinden.

Nachdem die SchülerInnen ihre Geschichte gefunden haben, soll in einem zweiten Schritt festgelegt werden, wer welchen Erzählanteil bekommt und wie sich der Erzähler visuell kenntlich machen kann. Beispielsweise wird in der Inszenierung „Der Junge mit dem Koffer“ ein Kleidungstück verwendet, um Naz kenntlich zu machen. Welche Hilfsmittel / Requisiten / Accessoires könnten genutzt und wie kann ein solches Hilfsmittel beim Erzählen unterschiedlich verwendet werden?

Ihr wählt ein Kleidungsstück aus, das Ihr untereinander weitergebt bzw. in das Ihr hineinschlüpft. Jeder, der das Kleidungstück in der Hand hält oder trägt, ist dran und erzählt einen Teil Eurer gemeinsamen Geschichte.
Wichtig ist, dass Ihr diese Geschichte gemeinsam erzählt und immer Bezug nehmt auf das, was bisher zusammengetragen wurde.

  •  „So saßen wir da und schauten auf das Meer.“
  • „Wann hast du das letzte Mal eine Postkarte nach Hause geschickt?“
  • „Jetzt bist du ein Reisender.“
  • „Es erinnert mich genau jetzt an eine Geschichte.“ 
  • „Du hast es auf die andere Seite der Erde geschafft.“

Links

Vertiefende Texte

Überblick zur Situation von unbegleiteten minderjährigen Flüchlingen auf der Homepage der Diakonie Deutschland: http://bit.ly/2jexcla

 

Bericht der Unicef zur Lage von geflüchteten Kindern weltweit (in englischer Sprache):
http://uni.cf/2fFwKvd

 

Der Mondmann

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Die Geschichte von Doktor Faust

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Drei miese, fiese Kerle

Eine Spinne wird nicht wütend

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Repertoireflyer
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Einige fühlen den Regen, andere werden nass

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Repertoireflyer 2018 ~ 2019
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Funkeldunkel Lichtgedicht

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Repertoireflyer 2017
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Kleider machen Kaiser

Krabat

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Repertoireflyer 2018
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Laura war hier

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Download Theaterpädagogisches Begleitmaterial
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Leon zeigt Zähne

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Zündstoff "Leon zeigt Zähne" (UA)
Zündstoff_Leon zeigt Zähne_UA.pdf

Leonce und Lena

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Repertoireflyer 2018 ~ 2019
Repertoireflyer-2018_tjg-Leonce-und-Lena.pdf
Zündstoff ~ Leonce und Lena
Zündstoff_Leonce-und-Lena_tjg-2018.pdf

Peter und der Wolf

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Repertoireflyer 2017
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Rico, Oskar und das Vomhimmelhoch

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Repertoireflyer 2018 ~ 2019
Repertoireflyer-2018_tjg-Rico-oskar-himmelhoch.pdf
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Rico, Oskar und das Vomhimmelhoch.pdf

The Black Rider

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Zündstoff ~ Theaterpädagogisches Begleitmaterial
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"The Black Rider" Selbsttest (Vollformat)
Black-Rider-Selbsttest-aus-Zuendstoff.pdf
Repertoireflyer mit Poster und KünstlerInnen-Biografien
Repflyer THE BLACK RIDER.pdf
Repflyer THE BLACK RIDER Biografien.pdf

Was ist klein, grün und hat drei Augen?

Zündstoff - Theaterpädagogisches Begleitmaterial
tjg. Zündstoff_Klein_Grün_final.pdf

Wenn Fuchs und Hase sich Gute Nacht sagen

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Repertoireflyer 2017
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Wenn Fuchs und Hase sich Gute Nacht sagen.pdf

Zeig mal!

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Zündstoff "Zeig mal! (UA)
Zündstoff_Zeig_mal_UA.pdf