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Am Fluss der Zeit ~ Au fleuve du temps
UA

eine Kooperation der Partnerstädte Brazzaville und Dresden, des tjg. theater junge generation und Cie. Freaks und Fremde ~ Puppentheater und Schauspiel

Ungefähr fünfunddreißig mal so breit wie die Elbe in Dresden und an manchen Stellen 220 Meter tief fließt der Kongo als natürliche Grenze zwischen Brazzaville und Kinshasa dahin, umspielt die sagenumwobene Teufelsinsel und bricht sich mit tödlicher Wucht an den Stromschnellen „Les Cataractes“. Mit sich trägt der Fluss viel Treibgut an persönlichen Geschichten und zeithistorischen Erlebnissen geprägt vom Kolonialismus, aus Kriegs- und Friedenstagen, an Legenden und Märchen. Nixen und Wassergeister wie Mami Wata locken zum Bad, auch sie machen den Kongo zum Ort von Leben und Tod. Fischende fahren mit ihrer Pirogge auf dem Fluss, den sie ihren Bruder und Lebensspender nennen. Wer einen sehnlichen Wunsch hegt, geht ans Ufer und vertraut diesen mit Opfergaben der Strömung an. An einem Avocadobaum sind die Schleifspuren eines Körpers kaum noch zu erahnen, der hier gewaltsam und gleichzeitig achtlos im Kongo beseitigt wurde. Vom Ufer aus werfen Kinder sich jauchzend in die Wasserstrudel und lassen sich treiben, während man im Geist die verzweifelten Rufe „Latrique! Latrique!“ hört, die den einst ertrunkenen Jungen nicht zurückbringen.

Auch die Elbe trennte an mancher Stelle ihres Flusslaufes bis 1989 zwei deutsche Staaten und ist Kulminationspunkt für zeitgeschichtlich prägende Momente. Unvergessen sind die vom Phosphor brennenden Menschen, die sich am 13. Februar 1945 versuchten in der Elbe zu löschen, die Schaumkronen der Verschmutzung in den letzten Jahren der DDR oder die Flut 2002. Aber ganz persönliche Begebenheiten, Sagen und Geschichten machen auch die Elbe zum magischen Ort, ob es die goldenen Schlangen im Elbestrom aus E. T. A. Hoffmanns „Der goldene Topf“ sind, für deren betörende Augen der Student Anselmus beinahe aus der Gondel in die Fluten springt, Herders Schwärmereien für das Elbflorenz oder die Papierboote mit den Wünschen fürs neue Jahr.

 Seit 1975 sind Brazzaville (Republik Kongo) und Dresden Partnerstädte. Künstle r*innen beider Orte begegneten einander für dieses Kooperationsprojekt an den Flüssen ihres jeweiligen Lebensortes und beschäftigen sich auf der Bühne mit den damit verbundenen, verschiedenen biografischen Erlebnissen und Zuschreibungen. Regisseur Heiki Ikkola lässt die Maske der Zeit von Spiele r*in zu Spieler*in wandern und untersucht mit Puppen- und Objekttheater die interkulturellen Begegnungen am Fluss.

mit Schauspieler*innen und Puppenspieler*innen aus Brazzaville und Dresden

in französischer, deutscher und lingálischer Sprache

#tjgfluss


Premiere

Mi
05. Feb
19:30 Uhr

Studiobühne

Mitwirkende

  • Konzept und Regie 
  • Heiki Ikkola
  • Raum 
  • Grit Dora von Zeschau
  • Kostüme 
  • Jean-Cédric Sow
  • Musik 
  • Daniel Williams
  • Konzept und Dramaturgie 
  • Ulrike Carl
  • Theaterpädagogik 
  • Sophia Keil
  • Es spielen 
  • Arthur Batoumeni
  • Dalie Dandala Pembe
  • Sabine Köhler
  • Grâce Leko
  • Alphonse Mafoua
  • Roph Mayindou
  • Daniil Shchapov
  • Alina Weber

Tickets

  • Mi
    05. Feb
    19:30 Uhr
  • Do
    06. Feb
    18:00 Uhr
  • Fr
    07. Feb
    10:00 Uhr
  • Fr
    07. Feb
    19:30 Uhr
  • Sa
    08. Feb
    16:00 Uhr