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Die ASSITEJ - die Internationale Vereinigung des Theaters für Kinder und Jugendliche - feiert weltweit am 20. März eines jeden Jahres den Welttag des Theaters für junges Publikum. Womit wir uns täglich beschäftigen, wofür wir täglich brennen und uns einsetzen, soll an diesem Tag besondere Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit erhalten: dass jedes Kind und jede*r Jugendliche ein Recht auf die Teilhabe an Kunst und Kultur hat.

Wir haben Kinder und Jugendliche aus verschiedenen Projekten der tjg.-Theaterakademie gefragt, was für sie das Besondere eines Theaterbesuchs ist, warum sie sich im Theater engagieren - was Theater für sie bedeutet.


Kulturstaatsministerin Claudia Roth ist in diesem Jahr die Schirmfrau des Welttages des Theaters für junges Publikum. In ihrem Grußwort betont sie die integrative Kraft von Theater und die Wichtigkeit von Kultur für eine demokratische Gesellschaft:

„Kunst für Kinder ist kein Luxus; kein Schokoriegel, auf den sie auch verzichten könnten. Kunst und Theater werden gebraucht, in jedem Alter. Wir brauchen sie, um die Welt und uns selbst verstehen zu lernen. Theater schauen und Theater spielen sind dabei zwei Seiten einer Medaille: Theater erleben, auf der Bühne oder im Zuschauerraum, lässt uns erahnen lassen, was uns zu Menschen macht und wie wir zusammenleben können in einer freien, weltoffenen, emanzipierten, vielfältigen und nachhaltigen Gesellschaft. Die Pande­mie hat vieles davon erschwert oder unmöglich gemacht. In diesem Jahr ist der Welttag des Theaters für junges Publikum deshalb besonders wichtig. Ich bin überzeugt davon, dass Kunst helfen kann, die Wunden, die die Pandemie gerade im Leben von Kindern und Ju­gendlichen geschlagen hat, zu heilen. Kinder brauchen kluge Geschichten und ästhetische Anregungen, um zu wachsen. Junge Menschen sind nicht nur das Publikum von morgen, sondern das von heute: Kinder haben von Anfang an einen Anspruch auf kulturelle Teil­habe in einer demokratischen Gesellschaft. Die Kinder- und Jugendtheater in Deutschland leisten dazu einen wichtigen Beitrag. Gemeinsam arbeiten wir an der Aufgabe, die Kinder- und Jugendtheater in Deutschland zu stärken. Wir arbeiten an der Vision, dass Kinder und Jugendliche aus allen sozialen Schichten und Kulturen, über die Schulen und mit ihren Familien, von Anfang an in Berührung mit den Künsten kommen: dass ihnen der Zugang zur Musik, zu bildender Kunst und den wunderbaren Gesamtkunstwerken des Theaters offensteht. Dafür werde ich mich als Staatministerin für Kultur mit ganzer Kraft einsetzen.“

„Wir alle wollen ja den Frieden. Gibt es denn da keine Möglichkeit, uns zu ändern, ehe es zu spät ist? Könnten wir es nicht vielleicht lernen, auf Gewalt zu verzichten? Könnten wir nicht versuchen, eine ganz andere Art Mensch zu werden? Wie aber sollte das geschehen, und wo sollte man anfangen?“ (Astrid Lindgren)

 

 

Wir sind schockiert, dass das passiert ist, was unmöglich schien: Nach Russlands Angriff auf die Ukraine herrscht wieder Krieg mitten in Europa. Kinder und Jugendliche sind immer in besonderem Maße Leidtragende von Krieg. Ihre Rechte, die ihnen von der UN-Kinderrechtskonvention garantiert werden, wie etwa das Recht auf ein Leben ohne Gewalt, das Recht auf Bildung und auf besonderen Schutz, werden in Kriegszeiten unweigerlich verletzt.

Viele Familien in unserer Stadt sind direkt oder mittelbar von dem Krieg in der Ukraine betroffen, sie haben Verwandte dort oder wissen Angehörige auf der Flucht vor der Gewalt. Für andere sind die aktuellen Ereignisse auch ohne persönliche Betroffenheit Anlass für Sorge und Angst. Sie alle eint das Gefühl der Hilflosigkeit.

Der Bevölkerung der Ukraine gilt unsere ganze Solidarität und wir unterstützen ihren Wunsch, selbstbestimmt in Vielfalt und Frieden miteinander leben zu können. Die Mitarbeiter*innen des tjg. fühlen sich allen Kindern und Jugendlichen dieser Stadt verbunden und werden ganz besonders denen beistehen, die vor dem Krieg in der Ukraine flüchten und bei uns Schutz suchen.

Offener Brief zur Situation von Kultureinrichtungen unter Corona

Seit fast zwei Jahren gibt die Corona-Pandemie und deren Bekämpfung den Takt für das
gesellschaftliche Leben vor. So auch in Sachsen. Kultureinrichtungen gehörten im März 2020 zu den
Bereichen, die für mehrere Wochen schließen mussten. Im November 2020 folgte für ein halbes Jahr
ein weiterer Kultur-Lockdown für Veranstaltungen und Publikumsverkehr. Seit dem Sommer 2021
arbeiten Kultureinrichtungen in Sachsen mit strengen Hygienekonzepten, die Personal und Publikum
viel abverlangen mit Impf- und Testnachweisen, Maskenpflicht und Abstandsregeln. Künstlerisches
Produzieren und Öffnen für Besucherinnen und Besucher unter Corona-Bedingungen sind inzwischen
Routine.


Seit dem 22. November 2021 befinden sich Kultureinrichtungen in Sachsen jedoch erneut im Kultur-
Lockdown und in diesem Umfang nur in Sachsen, gerechtfertigt durch eine unterdurchschnittliche
Impfquote und zwischenzeitlich eine der höchsten Inzidenzen bundesweit. Dank rigider Maßnahmen
der Landesregierung und Ausweitung der Impfungen konnten die Ansteckungen eingedämmt werden.


Die Kultureinrichtungen haben diese erneute Schließung mitgetragen in der Hoffnung, damit eine
verlässliche Perspektive für das neue Jahr zu ermöglichen. Durch die Landesregierung wurde nun in
Aussicht gestellt, dass Kultureinrichtungen ab Mitte Januar wieder öffnen können, jedoch unter sehr
strengen Auflagen. Der Entwurf der Sächsischen Corona-Verordnung, die ab 14. Januar gelten soll,
trübt die Freude auf die in Aussicht gestellten Öffnungen für Kultureinrichtungen. Denn durch die
Verbindung der Öffnung von Kultureinrichtungen mit der Auslastung von Krankenhausbetten mit
Corona-Patienten steht erneut die Schließung in Aussicht, insbesondere wenn man den Prognosen der
Wissenschaft hinsichtlich der Ausbreitung der Omikron-Mutation folgt.


Die Kulturministerkonferenz hat sich am 5. Januar zur Rolle der Kultur in Pandemiezeiten geäußert.
Kulturangebote bieten aus Sicht der Ministerinnen und Minister Möglichkeiten der öffentlichen
Verständigung, die gerade in diesen Zeiten geboten ist. Dem sei politisch Rechnung zu tragen und
Schließungen kultureller Angebote seien nur in äußersten Notlagen gerechtfertigt. Sie dürften nicht
isoliert erfolgen, sondern müssten in ein Gesamtkonzept eingebunden sein, das die tatsächliche
Wirkung auf das Infektionsgeschehen gewichte. Die Pflicht zur Begründung für Beschränkungen des
Kulturbetriebs sei «sehr ernst zu nehmen», so die Kulturministerkonferenz.


Am 7. Januar beriet die Runde der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten mit dem
Bundeskanzler über die weiteren Vorsorgemaßnahmen in der Corona-Pandemie und vor dem
Hintergrund der sich ausbreitenden Omikron-Variante. In Punkt 3 des Beschlusspapieres wurde sich
darauf verständigt, dass „bundesweit der Zugang zu Einrichtungen und Veranstaltungen der
Kultur- und Freizeitgestaltung (Kinos, Theater, etc.) inzidenzunabhängig nur für Geimpfte
und Genesene (2G) möglich“ bleibt. Die Regierungschefs der Länder wissen also um die Bedeutung
der Kultur und Kulturwirtschaft in unserem Land und um deren Verletzlichkeit.


Die Kultureinrichtungen in Sachsen sind auf das Szenario, Zugang zu Kultur nur für Geimpfte und
Genesene vorbereitet. Der Besuch der Kultureinrichtungen in Sachsen wird darüber hinaus auf
absehbare Zeit nur möglich sein mit 2G+, also Geimpft/Genesen/Getestet oder Geboostert, mit
Mindestabständen und dem Tragen einer FFP2-Maske.


Einen unbeschwerten Kulturgenuss haben wir alle noch anders in Erinnerung, aber
Kulturinstitutionen wie die große Mehrheit des inzwischen geimpften Publikums sind
verantwortungsbewusst und bereit, diese Auflagen zeitweilig auf sich zu nehmen, um endlich wieder
Kultur und Kunst vor Ort im Museum, Kino, Konzertsaal und Theater erleben zu können.


Umso ernüchternder ist nun die Rückfalloption, die die Sächsische Staatsregierung im Entwurf der
neuen Sächsischen Corona Notfall-Verordnung für die Zeit ab 14. Januar vorsieht. Trotz strengster
Hygiene-Auflagen, Beschränkung der Öffnung nur auf Geimpfte und Genesene (Ausnahme: Kinder),
FFP2-Maskenpflicht und Kapazitätsbeschränkungen auf 50% und nach Quadratmetern sowie maximal
250 zulässigen Zuschauern unabhängig von der Größe des Saales, stehen die Kultureinrichtungen
wieder vor der drohenden Schließung und damit einem vierten Kultur-Lockdown.


Einen Nachweis, dass Theater, Kinos, Museen und Konzertsäle mit Raumluftfilteranlagen und
reduzierter Kapazität einen Infektionsherd darstellen, gibt es nicht. Jedoch einen Passus im
Infektionsschutzgesetz, dass der Bundestag am 10. Dezember 2021 verabschiedet hat. Demnach
dürfen die Landesregierungen weder Versammlungen verbieten noch das Verreisen. Auch die
Anordnung von Ausgangbeschränkungen oder das Schließen von Sporteinrichtungen sind demnach
nicht zulässig. Nur für die Gastronomie sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen sieht der Gesetzgeber
die Option der Schließung vor. Dabei handelt es sich jedoch um eine Ermessensentscheidung.


Wenn nun die Sächsische Staatsregierung mit Verweis auf eine Minderheit der Ungeimpften
begründet, warum alle Kultureinrichtungen erneut unter dem Vorbehalt der Schließung stehen, wird
mit Kanonen auf Spatzen geschossen und gegenüber den Kultureinrichtungen – im Unterschied zum
Einzelhandel und anderen Bereichen – indirekt ein besonderes Misstrauen hinsichtlich der Kontrolle
und Durchsetzung von 2G/2G+-Regeln suggeriert. Eine Art Erziehungsmaßnahme oder
Symbolpolitik, die die Falschen trifft, Vertrauen verspielt, Existenzen gefährdet und diejenigen, die es
zum Impfen und Maske tragen bewegen soll, ohnehin nicht überzeugen wird.


Für die vielfältigen Kultureinrichtungen in Sachsen bedeutet das eine weitere Marginalisierung und
Demotivierung bis hin zur Existenzbedrohung für privatwirtschaftliche Veranstalter. Ein weiterer
Kultur-Lockdown ist nicht mit Geld zu heilen. Das mehrfache kurzfristige Schließen, zwischenzeitliche
Öffnen und erneute Schließen zermürbt Veranstalter, Betreiber, Beschäftigte und Publikum
gleichermaßen und gefährdet Kunst und Kultur in ihren Grundfesten.


Kultureinrichtungen – unabhängig von Rechtsform und Trägerschaft – sind Teil unseres
gesellschaftlichen Selbstverständnisses und Zusammenhaltes. Deshalb sollten Kultureinrichtungen
auch in Corona-Zeiten in Sachsen als Teil der Lösung einer umfassenden Problemlage und nicht als
Teil des Problems verstanden und behandelt werden. Mit Verweis auf die Kulturministerkonferenz
bleibt festzustellen: Wer die Notlage der Kultur nicht erkennen will, wird sie mit Verweis auf mögliche
Notlagen geschlossen in die Notlage treiben.

Erstunterzeichner

Andrea Hilger, OSTRALE Dresden
Andrea O’Brien, Erich-Kästner-Haus für Literatur
Annekatrin Klepsch, Bürgermeisterin für Kultur und Tourismus
Bernhard Reuther, Zentralkino Dresden
Boulevardtheater Dresden
Carena Schlewitt, Intendantin Europäisches Zentrum der Künste Hellerau
Christiane Mennicke, Direktorin Kunsthaus Dresden
David Adam, Vorstand Hanse 3 e.V.
David Klein, Kulturraumsekretär Landeshauptstadt Dresden
Felicitas Loewe, Intendantin tjg. theater junge generation
Frauke Roth, Intendantin Dresdner Philharmonie
Heiki Ikkola, Intendant Societaetstheater Dresden
Holger Gehring, Kreuzorganist und Musikbüro der Kreuzkirche Dresden
Iris Edenheiser, Direktorin Deutsches Hygienemuseum Dresden
Jan Vogler, Intendant Dresdner Musikfestspiele
Joachim Klement, Intendant Staatsschauspiel Dresden
Kathrin Kondaurow, Intendantin Staatsoperette Dresden
Klubnetz Dresden
Lisa Klamka, Kaufmännische Direktorin Deutsches Hygienemuseum Dresden
Lutz Hillmann, Vorsitzender des Landesverbandes Sachsen im Deutschen Bühnenverein
Markus Rindt, Intendant Dresdner Sinfoniker
Milko Kersten, Präsident Sächsischer Musikrat
Paul Elsner, Geschäftsführer GEH8 Kunst Raum Ateliers
Peter Theiler, Intendant Staatsoper Dresden - Semperoper
Roland Schwarz, Direktor Technische Sammlungen Dresden
Sächsischer Literaturrat e.V.
Scheune e.V. Kulturzentrum
Stefan Ostertag, Filmtheater Schauburg
Stiftung Frauenkirche Dresden
Thomas Schuch, Kabarettist und Theaterbetreiber
Torsten Tannenberg, Geschäftsführer Sächsischer Musikrat
Wir gestalten Dresden - Branchenverband der Dresdner Kultur- und Kreativwirtschaft e. V.
Wolfgang Rothe, Kaufmännischer Geschäftsführer Sächsische Staatstheater

Am 22. November 2021 mussten die Kultureinrichtungen in Sachsen aufgrund der Corona-Pandemie erneut ihre Häuser schließen. Deshalb sagen wir: „Impfen schützt auch die Kultur!“

In den nächsten Wochen wird der Appell an zahlreichen Stellen in Dresden zu sehen sein.
„Es ist bittere Realität: Das Hoch- und Runterfahren unseres öffentlichen Lebens hat eine traurige Regelmäßigkeit bekommen. Wohl kein anderer Bereich leidet darunter so stark wie die Kultur. Nur durch eine flächendeckende Impfung lässt sich dieser Teufelskreis von Öffnungen und Schließungen durchbrechen, ohne weitere Leben aufs Spiel zu setzen. Bleibt die Impfquote zu niedrig, laufen wir im nächsten Jahr auf das gleiche Szenario zu. Das werden weite Teile unserer Kulturlandschaft auf Dauer nicht überleben, das können wir uns als Gesellschaft nicht leisten. Daher bitte ich Sie alle – lassen Sie sich impfen, aus Verantwortung zu Ihren Mitmenschen, aber auch aus Liebe zu unserem reichen kulturellen Angebot in Sachsen.“, so ein Statement von Barbara Klepsch, der Sächsischen Staatsministerin für Kultur und Tourismus.

„Impfen schützt auch die Kultur!“ ist entstanden als Aktion der Sächsischen Staatstheater und der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden gemeinsam mit vielen weiteren Kultureinrichtungen in Dresden.

1. Allgemeine Bestimmungen

Nach der aktuellen Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung gilt die 3G-Regel: Der Zutritt zu Theatervorstellungen ist nur für Personen gestattet, die entweder vollständig geimpft, genesen oder nachweislich negativ getestet sind.

Als Nachweise akzeptieren wir den Impfpass oder einschlägige Apps (CovPass, Corona-Warn-App) in Verbindung mit einem Ausweis oder eine gültige Bescheinigung der Genesung oder einen tagesaktuellen Testnachweis eines verifizierten Testzentrums. Direkt auf dem Gelände des Kraftwerk Mitte befindet sich ein Testzentrum im Stromwerk (Kraftwerk Mitte 28). Eine aktuelle Übersicht aller Testzentren in Dresden finden Sie hier.

 

Kinder unter 6 Jahren und Schüler*innen, die einer Testpflicht nach der "Sächsischen Schul- und Kita- Coronaverordnung" unterliegen, gelten als getestet. 

Lehrer*innen und Erzieher*innen können im Rahmen von Gruppenbesuchen einen tagesaktuellen Nachweis der Testung am Arbeitsplatz als Testnachweis vorlegen.

Das Betreten des Theaterfoyers zu den Vorverkaufszeiten ist mit FFP2-Maske und ohne jeglichen Nachweis möglich.

2. Kontaktnachverfolgung

Die Kontaktdatenerhebung findet über den Ticketverkauf statt. Werden mehrere Tickets von einer Einzelperson erworben, ist diese Person verantwortlich für die weitere Kontaktnachverfolgung der Personen, an die die Tickets weitergegeben werden.

 

3. Maskenpflicht & Abstand

Im gesamten Gebäude und bis zum Platz ist das Tragen einer FFP2-Maske vorgeschrieben. Am Sitzplatz ist es den Besucher*innen freigestellt, die Maske zu tragen.

Kinder unter 6 Jahren sind von der Maskenpflicht ausgenommen, zwischen 6 und 16 Jahren reicht ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz.

Zwischen Ihren Sitzplätzen und den Zuschauer*innen anderer Haushalte wird der geltende Mindestabstand eingehalten.